Ich mag Pixel!

Als vor kurzem die neue Nintendo Classic Mini Konsole raus kam, wollte ich diese unbedingt holen, da halt so Klassiker wie Super Mario, Donkey Kong, etc. einfach einen speziellen Spielcharakter haben, auch wenn Augenkrebs vorprogrammiert ist (mega Pixel).
OK, alle Läden abgeklappert, überall ausverkauft; Scheisse!

Diese Woche dann den täglichen Newsletter von Daydeal.ch erhalten und was seh ich da: Raspberry Pi 3 Model B, inkl. Nintendo Case, Netzteil, SD Karte und Nintendo Controller im Set für faire CHF 99.00. Ich musste nicht lange überlegen. Umgehend bestellt und am nächsten Tag klingelte schon der Postbote….

Zusammenbau
Ich muss zugeben, es ist der erste Kontakt mit einem Raspberry den ich hier hatte. Als erstes musste der ultrakleine Computer ins Gehäuse „gelegt“ werden, die 4 Schrauben des Gehäuse reindrehen und schon ist das Gehäuse fertig gebaut.

Betriebssystem
Wie oben erwähnt, ich hatte noch nie einen Raspberry. Also ging ich als erstes auf die offizielle Homepage von Raspberry (www.raspberry.org) und lud mir das Betriebssystem runter. Ich wählte die Variante mit Noobs. 

Nachdem ich die SD Karte entsprechend formatiert hatte und die Installer Datei darauf kopiert hatte, musste der Raspberry an Netz, natürlich musste noch mittels USB eine Tastatur und eine Maus dran, sowie via HDMI noch an den TV angeschlossen werden.

Das Installationsprogramm wird automatisch gestartet und so konnte dann Raspian installiert werden. Der Installationsvorgang dauerte rund 40-50min. Danach war der Computer betriebsbereit.

Wichtig: Der ganze Vorgang wäre eingentlich gar nicht nötig gewesen, wenn ich mich vorher eingelesen hätte. Da ich den Raspberry als Spielkonsole verwenden will, musste ich nicht ein „normales“ Betriebssystem installieren sondern in meinem Fall „RECALBOX“. 

Die Installation von Recalbox ist vom Ablauf her genau gleich. Einfach die Installationsdatei von der offiziellen Homepage herunterladen (https://www.recalbox.com/diyrecalbox) und auf die frisch formatierte SD Karte kopieren, in den Raspberry legen und diesen starten. Der Rest der Installation ist selbsterklärend.

Recalbox
Was ist Recalbox aber genau, resp. was bietet dieses OS?
Recalbox vereint diverse Spielkonsolen. Du musst dich somit nicht entscheiden ob du gerne ein Emulator für die alten Nintendo Spiele oder Gameboy Adv. Spiele haben möchtest, Nein, Recalbox ist ein Sammelsurium von aktuell 58(!) Spielkonsolen in einem Programm. Geil oder?
Die bei uns gängigsten sind:

  • Arcade
  • Arcade Classic
  • NES (Nintendo Entertainment System)
  • FDS (Famicom Disk System)
  • SNES (Super Nintendo Entertainment System)
  • Nintendo 64
  • Game Boy
  • Game Boy Color
  • Game Boy Advance
  • Nintendo Game and Watch
  • Nintendo Virtual Boy
  • Play Station 1
  • Atari 2600
  • Atari 7800
  • Atari ST
  • Atari Lynx
  • NEC PC Engine (TurboGrafx 16)
  • NEC Supergrafx
  • Sega Master System
  • Sega Megadrive (Genesis)
  • Sega SG1000
  • Sega 32x
  • Sega CD
  • Sega Game Gear
  • MSX 1
  • MSX 2
  • MSX 2+
  • ScummVM
  • PRBOOM
  • Vectrex
  • Wonderswan Color
  • NeoGeo Pocket Color
  • NeoGeo/NeoGeo CD
  • Philips Odyssey 2 Videopac
  • Amstrad CPC
  • Sinclair ZX81
  • Sinclair ZX Spectrum
  • Moonlight

Wie installiere ich spiele?
Nichts leichter als das… Nach der Installation von Recalbox musst da WLAN darauf einrichten (oder alternativ via Ethernetkabel verbinden). Ab sofort ist die Recalbox im Netzwerk auffindbar.
Spiele (ROM) findest du ganz einfach bei Google. Es gibt unzählige Seiten mit ROMs wie z.B. diese hier:
Emuparadise | https://www.emuparadise.me
Freeroms | http://www.freeroms.com/nes.htm
Loverooms | https://www.loveroms.com/roms/nintendo
etc.

Lade einfach die entsprechend von dir gewünschte Spiele auf deinen Computer runter.
Als nächstes musst du den Raspberry im Netzwerk finden. Unter Mac einfach den Finder öffnen, Menü „gehe zu“ und dann „mit Server verbinden“. Als Server einfach RECALBOX (oder den Namen den du gewählt hast) eingeben und schon hast Du Zugriff auf deinen Raspberry.

Auf deiner Raspberry findest Du nun ein Verzeichnis mit dem Namen „ROM“. Dort drin befinden sich Unterverzeichnisse mit den Namen der entsprechenden Konsolen. Kopiere nun dein heruntergeladenes Spiel in das entsprechende Verzeichnis und schon findest Du dieses ab sofort in Recalbox.

Zubehör
Bei meinem Set war ja ein Controller dabei. Ich habe mir nun via Aliexpress.com (www.aliexpress.com) noch weitere Bluetooth Controller sowie ein USB Bluetooth Dongle (Recalbox unterstützt leider den internen BT Adapter nicht wirklich) dazu geordert.
Achtung: Es funktionieren nicht alle Controller und Adapter mit Recalbox.
Eine ausführliche Auflistung findest du hier:
Kompatibles Zubehör | https://github.com/recalbox/recalbox-os/wiki/Compatibility-(DE) 

Wichtig
Eine ganz gute Seite über das Einrichten des Raspberry Pi ist die von Power Pi (http://powerpi.de/die-bessere-retropie-alternative-so-installierst-du-recalboxos-auf-deinem-raspberry-pi-2/). Hier findest Du viele nützliche Tipps und Tricks und auch noch Infos wie du die Controller, etc. korrekt einbindest.

Fazit
Für mich, bzw. für uns als Fan der klassisches alten Spielkonsole ist die Variante Raspberry mit Recalbox genau das richtige. 
Natürlich ist die Grafik im Vergleich zu einer einer aktuellen PlayStation oder Xbox lächerlich, aber genau darum geht es.
Es MUSS einfach so sein. Zudem gibt es fast nicht cooleres, als die Spiele der Kindheit nochmals wieder beleben zu lassen. In meinem Fall waren dies eben so Spiele wie „SuperMario“, „MarioKart“, „Donkey Kong“ oder aber eben Klassiker wie „The Secret of Monkey Island“, „Larry“ oder aber „The Day of the Tentacle“.