Die vergangenen Wochen waren nicht wirklich toll für unsere Kinder.

Vor kurzem mussten wir leider feststellen, dass unser Rexzwergwidder „Charlie Brown“ nicht mehr gut frisst und dadurch auch ganz abgemagert ist. Nachdem wir das festgestellt hatten, gingen wir umgehend mit ihm zum Tierarzt. Charlie Brown war extrem schwach und so beschlossen wir, ihn dort zulassen und abzuwarten was die Nacht bringt. 

Am nächsten Tag konnten wir ihn dann abholen. Er bekam nebst den Medikamenten auch intravenös Flüssigkeit. Auch ein wenig gegessen hatte er in der Praxis. Als wir wieder zu Hause waren ging es ihm in den darauf folgenden Stunden immer wie schlechter. Nach einer erneuten Untersuchung beim Tierarzt, entschlossen wir schlussendlich gemeinsam, dass es besser ist, wenn wir ihn erlösen. Joshua wollte unbedingt, dass sein Charlie Brown während er die Spritze bekommt auf seinen Beinen liegen soll. Der Tierarzt Dr. Volkert erfüllte Joshua natürlich diesen einen – und für ihn ganz wichtigen – Wunsch. Es war einerseits sehr brutal aber andererseits auch wunderschön wie Joshua mit seinen knapp 5 Jahren dies so doch „erwachsen“ verarbeitete.

Jedenfalls nur gut 2 Wochen später stellten wir beim Weibchen fest, dass sie einen weissen Punkt auf der Pupille im Aug hat. 
Somit wieder zum Tierarzt und wieder keine gute Nachrichten. Stella sei auf diesem Auge definitiv blind und auch das andere sei nicht mehr wirklich gut. Obwohl vor allem Yael tagtäglich bei den Hasen ist, fiel uns das nicht auf, resp. dies muss quasi über Nacht „gekommen“ sein. 

Stella musste unglaubliche Schmerzen gehabt haben, denn das Auge stand auch ein wenig hervor. Die Ärztin spritze ihr Schmerzmittel und wir vereinbarten 2 Tage darauf nochmals einen Termin. 

Vergangenen Freitag mussten wir mit Stella in die Nachuntersuchung. Das Auge, resp. die Augen waren nicht besser. Zuerst meinte die Ärztin, dass man das Auge entfernen könne und danach sieht ob allenfalls sogar noch etwas dahinter sein (Tumor). 

Yael – Stella gehört ihr – sagte jedoch sofort, das sie nicht möchte, dass Stella leiden solle. Nach einem ausführlichen Gespräch mit der Tierärztin erlöste sie dann Stella.

Nun wäre da noch „Brummbär“ – das dritte Kaninchen. Brummbär wollten wir nicht alleine halten. Dies wäre nicht artgerecht. Einfach „Ersatz“ zu kaufen wollten wir auch nicht, Also beschlossen wir, für Brummbär ein schönes Plätzchen zu suchen. 
Dieses wurde überraschend schnell gefunden. Vergangenen Montag brachten Natascha mit den Kindern Brummbär zu einer Kindergartenfreundin von Joshua. Diese Familie hat ein grosses Aussengehege und bereits 3 andere Kaninchen. Wir verblieben, dass wir es mal versuchen, wenn es passt darf Brummbär dort bleiben, wenn nicht nehmen wir ihn natürlich wieder mit. 
Brummbär wurde sofort in der Gruppe aufgenommen und bereits ein paar Minuten später frass es schon genüsslich an seiner Karotte. 

Unsere beiden Kindern dürfen Brummbär jederzeit besuchen gehen und ihm, resp. ihnen ein paar Karotten oder Löwenzahn bringen. Dies war trotz dem Abschied ein richtiger Aufsteller für die beiden. Und wir sind überzeugt, dass es die richtige Variante war, die wir gewählt hatten.

Wie bereits oben erwähnt, die vergangenen Wochen waren nicht wirklich toll für die Kinder. Aber, und das meine ich wirklich so, Sie sind super. Wir sind extrem überrascht wie souverän und überlegt die beiden gehandelt haben. Natürlich gab es tränen. Das soll auch so sein, schliesslich ist es ein Lebewesen. Aber dennoch finden wir, dass sie sich wirklich sehr tapfer geschlagen haben. Auch wenn es jetzt vielleicht brutal klingt: Der Tod gehört genau so zum leben wie die Geburt (wir hatten ja 9 junge Häschen welche alle ein tolles Plätzchen erhalten haben).